Die Ausbildung zum Segelflugpilot
Wer kann mit der Ausbildung zum Segelflugpilot beginnen?
Jeder der älter als 14 Jahre ist, kann mit der Ausbildung beginnen. Vor dem Beginn der Ausbildung findet eine fliegerärztliche Untersuchung statt. Hierbei wird der zukünftige Pilot auf seine allgemeine körperliche Fitness überprüft. Brillenträger benötigen zusätzlich ein Attest vom Augenarzt.
Wie lernt man Fliegen auf Segelflugzeugen?
Die Grundausbildung erfolgt mit unserem doppelsitzigen Schulsegler vom Typ Bergfalke III. Nach ca. 100 Starts mit Lehrer besitzt der angehende Pilot in der Regel die notwendigen praktischen und theoretischen Kenntnisse für seinen ersten Alleinflug. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Ausbildung zum Großteil unter Aufsicht des Fluglehrers. Nach einer ausgiebigen Einweisung in größere Flüge dürfen diese vom Schüler alleine durchgeführt werden. Kurz vor der Prüfung fliegt der angehende Pilot seinen ersten großen Überlandflug alleine. Dieser Flug erstreckt sich über insgesamt 50 km weit über die Grenzen des Heimatflugplatzes hinaus.
Die Schulung am Flugplatz Schreckhof findet überwiegend an den Wochenenden statt. Termine unter der Woche können mit den Fluglehrern vereinbart werden. Die Dauer der Ausbildung hängt vom Ehrgeiz und den Fähigkeiten des Flugschülers ab und dauert im Normalfall 2-4 Jahre.
Insgesamt umfasst die praktische Ausbildung:
* mindestens 50 Flugstunden auf verschiedenen Flugzeugtypen.
* Davon müssen mindestens 25 h im Alleinflug geflogen werden.
* 1 Überlandflug von mindestens 50 km.
Die praktische Prüfung besteht aus 3 Platzrunden mit dem Prüfer.
Nichts geht ohne Theorie
Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer umfasst:
- den Erwerb eines Funksprechzeugnisses
- 60 Stunden Theorieunterricht in den Fächern:
* Luftrecht
* Meteorologie
* Navigation
* Technik
* Aerodynamik
* Menschliches Leistungsvermögen
* Verhalten in besonderen Fällen
Die theoretische Prüfung erfolgt schriftlich nach dem Multiple-Choice Verfahren und wird vom Regierungspräsidium Karlsruhe abgenommen.
Wie hoch sind die Kosten ?
* Die Ausbildung wird von ehrenamtlich tätigen Fluglehrern durchgeführt.
* Die Aufnahmegebühr in den Verein kostet für Berufstätige 160 €.
* Der Mitgliedsbeitrag beträgt für Jugendliche 87 € und für Berufstätige 174 € im Jahr.
* Dazu kommt noch der Kasko-Anteil für die Versicherungsumlage mit 40 € im Jahr.
* Die Seglerstunde kostetet ab 7,80 €/h + 5,00 € pro Windenstart.
* Außerdem sind 80 Arbeitsstunden im Jahr in der Werkstatt, auf dem Fluggelände oder in der Verwaltung zu leisten.
* Nicht geleistete Arbeitsstunden werden mit ca. 8 € in Rechnung gestellt.
* Für je 20 über dem Soll des Jahres geleistete Arbeitsstunden, ermäßigen sich die Fluggebühren folgendermaßen bei:
* Segelflug (Windenstart und Flugzeit) um 5 % bis auf maximal 50 %.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, schauen Sie einfach mal, an
einem schönen Tag, auf dem Flugplatz vorbei !!!
( von März bis Oktober immer Samstags ab 14:00 und Sonntags ab 10:00 Uhr )
Segelfliegen – wie schnell ?
Moderne Segelflugzeuge fliegen normalerweise zwischen 80 und 180 km/h. Sie können jedoch bei sehr gutem Wetter oder im Kunstflug bis zu 280 km/h schnell fliegen.
Segelfliegen – wie hoch ?
Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 m. Bei uns werden Höhen bis zu 3000 m erreicht. Aber schon in den Alpen kann man durch Wellenaufwinde bis 6000 m erreichen.
Segelfliegen – wie weit ?
Der Streckenweltrekord liegt bei 3000 km. Aber auch in Deutschland werden Strecken von über 1000 km geflogen und dies allein mit Hilfe der Aufwinde (Thermik).
Wie fliegt überhaupt ein Segelflugzeug ?
Das Segelflugzeug wird entweder durch eine Seilwinde oder durch ein Motorflugzeug gestartet. Danach kann es in einer aufsteigenden Warmluft (Thermik) kreisend Höhe gewinnen. Diese Höhe kann es dann in Strecke umsetzten. Moderne Segelflugzeuge kommen je nach Klasse (Bauart) aus 1000 m zwischen 40 und 60 km weit.
Die Ausbildung zum Segelflugzeugführer:
Braucht man ein eigenes Segelflugzeug ?
Nein ! Die Fliegergruppe Mosbach stellt ihren Mitgliedern je nach Fähigkeiten Segelflugzeuge zur Verfügung:
- Bergfalke III (Schulungsdoppelsitzer)
- Ka 8b (Schulungseinsitzer)
- Astir CS 77 (Streckenübungseinsitzer)
- DG 500 T (Strecken- und Kunstflugdoppelsitzer)
- ASW 24 b (Hochleistungsstreckenflugzeug)
- Super Dimona (Motorsegler für den Reiseflug)
Die Ausbildung dauert 2-3 Jahre im Verein und fängt auf dem Schulungsdoppelsitzer an. Mit diesem Flugzeug werden mit dem Fluglehrer ca. 100 Starts absolviert. Wenn der Flugschüler alles sicher beherrscht fliegt er alleine. Nach weiteren Übungsflüge kann er dann mit dem BfIII oder mit der Ka8 die ersten längeren Thermikflüge bestreiten.
Es erfolgt die Umschulung auf Kunstoffflugzeuge. Parallel dazu erfolgt die theoretische Ausbildung und Prüfung. Daraufhin darf der Schüler seinen 50 km Überlandflug absolvieren. Zum Abschluss erfolgt noch die praktische Prüfung. Bei Erfolg erhält er den Segelflugschein (PPL-C).
